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Doku Arts 2013/2014 :: Programme :: A Fuller Life

Doku Arts

DOKU.ARTS
Zeughauskino Berlin
10.09.–12.10.2014

A Fuller Life

Der amerikanische Filmemacher Samuel Fuller (1912-1997) gehört zu den großen Dokumentaristen und Regisseuren, deren Arbeit durch den Krieg bestimmt wurde. Als Soldat der berühmten 1. US-Infanterie Division (Spitzname „Big Red One“) erlebte Fuller die Befreiung des Konzentrationslagers Falkenau, die er in seinem „ersten Amateurfilm“ dokumentierte. Später verarbeitete er in Spielfilmen wie Shock Corridor (1963) und The Big Red One (1980) die traumatischen Auswirkungen des Krieges auf die Psyche des Menschen. „Wie verhält man sich gegenüber dem Unvorstellbaren? Wie konnten wir der Welt von dem erzählen, was wir erlebt hatten?“

Zum 100. Geburtstag ihres Vaters gewährt uns Samantha Fuller einen Einblick in dessen Archiv. Die Regisseurin fand dutzende unveröffentlichte 16mm-Filmspulen mit Aufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg, die den Ausgangspunkt für ihren Film bilden. Eine Reihe illustrer Schauspieler und Regisseure versammeln sich in Fullers faszinierendem Schreibzimmer und Büro: Jennifer Beals, William Friedkin, Monte Hellman, Tim Roth, Bill Duke, Wim Wenders, James Franco u. v. a. lesen Auszüge aus Fullers Autobiografie A Third Face – My Tale of Writing, Fighting, an Filmmaking (2002). Der Film verbindet die Erzählungen geschickt mit dem vorgefundenen Filmmaterial und bildet eine sympathische Hommage an eine der interessantesten und streitbarsten Figuren des amerikanischen Kinos.

Samantha Fuller

Samantha Fuller wurde am 28. Januar 1975 als einziges Kind von Filmemacher Samuel Fuller und Autorin/Schauspielerin Christa Lang in Los Angeles geboren. Die Fullers zogen bald nach Paris, wo Samantha eine französische Schule besuchte und an der Sorbonne Philosophie und Übersetzen studierte. Nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 1997 ging sie nach L.A. zurück, wo sie eine Familie gründete und ein erfolgreiches Kunstglasunternehmen ins Leben rief. Im Jahr 2011, ein Jahr vor dem hundertsten Geburtstag ihres Vaters, begann sie, sein altes Büro zu erkunden, was sie dazu inspirierte, A Fuller Life zu drehen, einen Dokumentarfilm basierend auf seiner Autobiografie. Sie widmet sich nun dem Erhalt der Samuel-Fuller-Archive und geht ihrer eigenen Karriere als Filmemacherin nach.